Osteopathie

Was ist Osteopathie?
Osteopathie ist eine manuelle Untersuchungs- und Behandlungsmethode, die vor über 130 Jahren von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet wurde. Zu den grundlegenden Annahmen Stills gehört, das die Bekämpfung von Krankheiten durch eine Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers möglich ist.

Der Osteopath untersucht und behandelt den Bewegungsapparat, die Organe und Gewebe im Körper. All diese Systeme werden auf ihre Bewegungsmöglichkeiten untersucht. Finden sich dort Bewegungseinschränkungen die mit den Beschwerden des Patienten zusammenhängen können, werden diese behandelt.

Osteopathen greifen auf ein umfassendes Wissen in den Bereichen Anatomie, Physiologie, Neurologie und Pathologie zurück. Die Osteopathie kann eine eigene Therapieform sein oder auch eine Ergänzung zu anderen Maßnahmen und Therapien. Eine osteopathische Behandlung dauert ungefähr eine Stunde. Je nach Beschwerden können drei bis sechs Behandlungen, manchmal auch öfters über einen längeren Zeitraum, empfehlenswert sein.

Kostenerstattung
Viele gesetzliche Kassen beteiligen sich anteilsmäßig an den Kosten der Behandlung. Hierzu sollte man sich im Voraus bei seiner Kasse informieren.
Für die Behandlung benötigen sie eine Verordnung/ein Privatrezept von einem Arzt.
Auch die Kostenübernahme der privaten Kassen und Zusatzversicherungen sollte man vorsichtshalber vorher abklären.

Hier können Sie beim Berufsverband für Osteopathie speziell nachschauen, in wie weit Ihre gesetzliche Krankenversicherung Osteopathie bezuschusst.

Grenzen der Osteopathie
Als Patient sollten Sie wissen, dass nicht alle Krankheiten mit der Osteopathie geheilt werden können. Oftmals kann sie aber in vielfältiger Weise einen schmerzlindernden und beweglichkeitsverbessernden Beitrag dazu leisten um Heilung zu beschleunigen oder die Lebensqualität zu steigern.
Es liegt in der Verantwortung des einzelnen Osteopathen, seine Patienten ehrlich auf die Grenzen seiner Therapie hinzuweisen
Schwere und akute Krankheiten gehören in die Hände eines Schulmediziners.